Schuldenberge von Staaten

Ist das Hineinlaufen in Schuldenberge „alternativlos“ oder lassen wir uns von professionellen Gewinnmaximierern austricksen?

 

Jeder der politischen Verantwortlichen hat seinen privaten Haushalt weitgehend im Griff: er hat im Mittel nicht mehr Ausgaben als Einahmen. Warum schaffen die das nicht für den Staat?

Das ist nicht einfach oberflächlich mit Maßnahmen zu beantworten. Das ist ein grundlegendes, unbewusstes Verhaltensproblem bei allen playern in diesem Spiel: Bei Politikern, Gewinn- orientierten Unternehmen, Lobbyisten und beim Wähler und Bürger.

1.: Wenn in unserer genetischen Programmierung „egozentrischer Gewinn, zu Lasten von anderen“ drin steckt und höchstens ein kleiner Teil individuell gelerntes Sozialverhalten, dann muss kurzfristig soviel „reguliert“ werden, dass ein ausgewogene Balance zwischen beiden besteht. Regulierung ist notwendig, um Egozentrik auf ein eben tolerierbares Maß einzudämmen.

Wenn die FDP nach mehr wirtschaftlichem Liberalismus ruft, hat sie genau das nicht verstanden - und ist unwählbar.

2.: Wenn unsere gesellschaftlich Verantwortlichen sich durch Großunternehmen und Lobbyisten mit „globalen Wettbewerbsfähigkeiten“ so unter Druck setzen lassen, dass sie deren soziale Verantwortung weit niedriger stufen als deren Profite, dann haben unsere Politiker ebenfalls etwas sehr Wichtiges in ihrem Job, nämlich die Gesamtgesellschaft zu vertreten, nicht verstanden. Auch dann sind sie eigentlich unwählbar. Mit dem Problem, dass es kaum Kandidaten gibt, die das Grundverhalten der player wirklich verstanden hat.

3.: Wenn solche Haushaltslagen dazu benutzt werden, weiter Druck aufzubauen, um den politischen Gegner „fertig zu machen“ und das eine höhere Priorität hat, als Schuldenberge gesamtgesellschaftlich fair abzubauen, sich dazu auch grundlegend über Fainess in der Gesamtgesellschaft zu einigen, dann sollten solche Leute abgesetzt werden. Problem: Es gibt kaum andere als solche Leute, weil die Ado -Komponenten der Kandidaten von den Ado- Komponenten der Wähler unbewusst bevorzugt werden. So lang, bis man das Ado- Ebe- Konzept verstanden hat.    ...mehr...