Erziehung und Bildungswesen (generell gültig)

Unsere Bildungspolitiker reden von Ganztagesschulen, Werkrealschulen und Eliteuniversitäten,  während der größte Teil des Problems woanders liegt.  

 

Was Kinder und Jugendliche in Schulen dazu lernen (können), hängt zwar auch von Lehrern und Schulen ab. Viel mehr aber von dem, was sie selbst als Konditionierung bei Schuleintritt mitbringen. Ihre Konditionierung ab und vor Geburt und während ihrer ersten wenigen Lebensjahre.

 

Diese Konditionierung besteht im Kern aus einem genetisch verankerten Teil (GVK) und dann vor allem aus ihrer Erziehung ab dem ersten Jahr. Die Entwicklung von Lernfähigkeit, Sozialverhalten und Grundintelligenz entstehen im den ersten wenigen Jahren, fast invariant für das ganze Leben.

Die Bedeutung und das Lernen in der Prägephase, in den ersten 2 Jahren ist unter Eltern so gut wie unbekannt. Es ist völlig unbekannt, aufgrund welcher genetischer Verhaltensmerkmale, die ab Geburt als Einziges vorliegen, welche Inhalte in welcher Form und Intensität von Kindern zu lernen sind, damit integere Persönlichkeiten entstehen. Statt dessen ist die Erziehung der ersten 3-4 Jahre völlig intuitiv, nicht auf Wissen basierend. Mit genau dem Ergebnis, das wir heute in der Gesellschaft erkennen.

Auch Politiker und viele Experten kennen diese Hintergründe zumeist nicht, weil sie z.B. nur in Empirik denken und sich auch nur um solche Dinge kümmern, die eher kurzfristig gewinnbringend sind.

Man kümmert sich um Therapie, wenn Erziehung schief ging und hat kaum eine Ahnung über Prophylaxe. Und man kümmert sich um Sach- und Fachausbildung ohne zu sehen, dass die meisten „soft skills“ die Voraussetzungen dafür sind.

 

Also ist Elternbildung die vielleicht wichtigste Maßnahme. Und Elternbildung beginnt nur am Anfang bei 20 bis 30 jährigen. Danach sofort bei Jugendlichen, noch bevor sie zu Eltern werden.

In dieser Richtung liegt die mit Abstand wichtigste Bildungsmaßnahme.  ...mehr...

 

 

Wer also immer nur von Schulen und Lehrern redet, hat nicht wirklich verstanden, wie Persönlichkeit als Voraussetzung für eine leistungsfähige Gesellschaft entsteht.